
Fotografische Begleitung im Standesamt | Jonathan Gäßler
Eine kurze Begleitung rund um eure Trauung: Welche Bilder sind euch wichtig, wie plant ihr Familien- und Paarfotos und was stimmt ihr mit dem Standesamt ab?
Wohl eine der häufigsten Fragen, die mir als Hochzeitsfotograf gestellt wird:
„Lohnt sich ein First Look überhaupt“? Ist es nicht viel romantischer, sich das erste mal in der Kirche oder dem Standesamt kurz vor der Eheschließung zu sehen? Und verbraucht er nicht viel wertvolle Zeit, die man eigentlich zur Vorbereitung oder mit seinen Gästen bräuchte?
Ja und Nein! Ein First Look kann einiges an Druck aus der späteren Trausituation nehmen, er ist eine tolle Möglichkeit ein weiteres Event auf die Tagesplanung zu setzen und eine wirklich schöne Möglichkeit in einem halbwegs kontrollierten Umfeld schon vor der Trauung Bilder mit dem Fotografen zu machen.
Traditionell kommt der First Look von den kirchlichen Trauungen, in denen es üblich war, dass der Bräutigam die Braut das erste mal in der Kirche beim Gang zum Altar sieht. Auch beim Standesamt wurde dieser Brauch übernommen und häufig gilt ein striktes Sichtverbot bis zur Trauung.
Ein etwas neuerer Trend ist der moderne First Look vor der Trauung. Häufig wird dem Bräutigam die Augen verbunden oder er wird um eine Ecke gestellt, während die Braut zu ihm kommt und ihm die Augenbinde abnimmt bzw. ein Zeichen gibt und sich dann das Paar zum ersten Mal sieht.
Dieser Moment ist wunderbar für emotionale Bilder, nimmt jedoch auch Druck aus der eigentlichen Trausituation, da man sich bereits gesehen hat.
Tränen, Spannung, alle schauen zu. Die Emotionen sind auf einem Allzeithoch und nicht nur das Paar, sondern alle fühlen mit. Der Bräutigam reagiert, Bilder können entsprechend eingefangen werden. Ein wunderschöner Moment für das Paar, aber auch die gesamte Hochzeitsgesellschaft.
Vergleichbar mit dem First Look in der Kirche, jedoch etwas kürzer und kompakter. Kürzerer Gang zum „Alltar“ bzw. Tisch im Standesamt.
Solltet ihr euch für einen First Look entscheiden müsst ihr euch überlegen, an welchem Ort ihr diesen haben wollt. Häufig bietet sich es an, sich von seinen Trauzeugen überraschen zu lassen und auch planen zu lassen, so fühlt sich der Moment noch intimier und überraschender an. Es bietet sich an diesen entweder im Freien oder in einer Location zu machen, je nach Wetter sollte aber auf jeden Fall eine Regenkompatible Location zur Not zum Ausweichen verfügbar sein.
z.B. Lichtung, Wald, See usw.
z.B. im Garten, Hotel, Wald, Weingut etc.
Euer Hochzeitstag steht an – ihr habt Monatelang geplant, investiert und schwebt in euren Gefühlen, aber da ist noch etwas – etwas Druck & Stress. Angst davor nicht richtig zu reagieren, möglicherweise Erwartungen zu enttäuschen. Ihr sehnt euch an einem Tag an dem es eigentlich nur um euch geht, nach ein bisschen Zeit für Zweisamkeit. Und genau hier kommt der First Look ins Spiel: Er gibt euch Zeit für etwas Zweisamkeit, ein intimer und ruhiger Moment vor dem großen restlichen Tag.
Selbsterklärend – aber der First Look ist eine wunderbare Fotomöglichkeit und innerhalb von 10 Minuten sind nicht nur dokumentarisch der First Look aufgenommen sondern auch ein paar Paarfotos.
Was ein Vorteil sein kann, kann natürlich auch ein Nachteil sein. Wie gesagt, worauf es da ankommt sind die eigenen Präferenzen. Wollt ihr den emotionalen Peak während der Trauzeremonie mit allen Zusammen? Super, ein First Look bei der Trauung ist perfekt für euch.
Lieber etwas intimer zu zweit (vielleicht inkl. Fotograf & Trauzeug*innen) und mit weniger Druck – der First Look ist für euch!
Eine Hochzeit zu planen braucht Zeit und nun ja – ein First Look ist ein zusätzlicher Punkt der geplant und organisiert werden muss. Aber viel mehr Nachteile fallen mir da eigentlich nicht ein.
In meiner Meinung: Ja! Ein First Look ist die perfekte Möglichkeit sich vor der Trauung Zeit zu zweit zu nehmen und etwas zu entschleunigen und dabei auch noch wunderschöne Fotos zu machen. Aber auch eine traditionelle Herangehensweise hat seine Vorteile und kann wunderschön sein. Gerade bei einer Hochzeit in der Ortenau & im Schwarzwald bietet sich dieser besonders an.

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Jonathan Gäßler ist Hochzeitsfotograf im Schwarzwald und in der Ortenau. Sein Weg führte ihn zunächst nach Berlin und später zurück in seine ursprüngliche Heimat – eine Erfahrung, die seinen Blick auf die Fotografie bis heute prägt. Die Mischung aus urbanem Einfluss und der Ruhe des Schwarzwalds spiegelt sich auch in seiner Arbeit wider.
Fotografie ist für ihn kein isolierter Moment, sondern Teil eines ganzheitlichen Prozesses, der vom Erstgespräch bis zur Albumübergabe andauert. Eine entspannte Zusammenarbeit und gegenseitige Sympathie bilden dabei die Grundlage für authentische Bilder.